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Gemeinsam Wachsen

Bei Wandel, Wachstum und Generationswechsel steht die Sparkasse Uckermark dem Familienbetrieb Menke stets zur Seite.

Familienbetrieb Menke

Mit 100 Kühen begann Josef Menke, als er 1992 das Gut Jagow in der Uckermark übernahm. Im Laufe der Jahre wuchs der Betrieb: Rinder, Hühner, Höfe und Äcker kamen hinzu. Inzwischen ist der Generationswechsel geglückt. Während all dieser Veränderungen war die Sparkasse Uckermark ein steter Begleiter und zuverlässiger Berater des Familienbetriebs.

Für Landwirtschaft braucht man Durchhaltevermögen. Als Josef Menke sich Anfang der Neunziger dafür entschied, die Milchviehanlage Gut Jagow in der Gemeinde Uckerland zu übernehmen, war das der Beginn eines langen Prozesses, aus dem mittlerweile ein großer Betrieb mit rund 1.500 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche hervorgegangen ist. Zum Hof in Jagow kamen Anlagen, Felder und Ställe in Brüssow, Kraatz, Kutzerow und Fahrenholz hinzu – und aus dem Familienbetrieb wurde ein Arbeitgeber für ungefähr 40 Menschen inklusive Auszubildende.

„Wir haben in den letzten Jahrzehnten viel bewegt. Schritt für Schritt, mit viel Ausdauer und Anstrengungen. Heute sind wir ein moderner Landwirtschaftsbetrieb, ein lokaler Arbeitgeber und erfolgreicher Familienbetrieb“, blickt Menke stolz zurück.

Kurzprofil Landwirtschaftsbetrieb Menke

Seit 1992 wächst der Hof der Familie Menke in der Uckermark stetig. Heute bewirtschaftet der Betrieb rund 1.500 Hektar Nutzfläche, davon 70 Prozent im Eigentum. Mit 670 Milchkühen, rund 500 Stück Jungvieh, 300 Mastbullen und zehntausenden Bio-Legehennen zählt Menke zu den großen landwirtschaftlichen Arbeitgebern der Region. Etwa 30 Arbeitskräfte sind ganzjährig tätig, hinzu kommen Auszubildende, Aushilfen und Praktikanten. Der Ackerbau umfasst unter anderem Weizen, Raps, Silomais und Lupinen. Eine nachhaltige Ausrichtung und stetige Modernisierung sichern die Zukunft des Familienbetriebs.

Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Anfänge waren jedoch deutlich kleiner. Die Familie bewirtschaftete anfangs rund 300 ha Nutzfläche für seine Kühe. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Boxenlaufstall für 250 Kühe neu gebaut. Hinzu kamen ein neuer Melkstand, ein Wohnhaus und die Pacht weiterer Felder – und das war erst der Anfang. Denn das ist die andere Seite der Landwirtschaft: die Finanzierung von Investitionen in Betriebe ist langfristig. Die Sparkasse Uckermark gab Josef Menke verschiedene Kredite für den Erwerb der Liegenschaften, Neubauten und Renovierungen.

In beratender Zusammenarbeit und mit Finanzierung der Sparkasse Uckermark wurden im Laufe der Jahre mehrere ältere Häuser erworben und kernsaniert sowie neue Einfamilienhäuser errichtet. Diese vermietet Menke vorwieglich an Mitarbeiter, um ihnen langfristige Wohnmöglichkeiten vor Ort zu bieten und in den Betrieb einbinden zu können.

Alles folgte dem großen Plan, so viel wie möglich auf dem Hof selbst zu machen. Daher baute Menke Ställe für Kälber und Jungvieh, um seine Herde eigenständig zu erhalten und zu vergrößern. Hinzu kamen Felder für Futter. Bereits 2008 fing er an, mit Photovoltaik die Betriebskosten zu senken und auch hier unabhängiger zu werden. „Wir haben früh damit begonnen, den Betrieb so aufzustellen, dass wir möglichst viele Schritte selbst machen können“, erklärt er.

Josef Menke verfolgt eine ganzheitliche landwirtschaftliche Ausrichtung. Er verbindet Ackerbau und Viehzucht auf eine Weise, die Natur und Ressourcen schont. Auch zwei der drei Kinder, Henrik und Magnus arbeiten in der Landwirtschaft – und sind bereits selbst Gründer. So entstand ein Hof, der Produktion und Naturschutz in Einklang bringt und für die Zukunft plant.

Geleitet von einer langfristigen Vision
Für all das brauchte er einen Partner, der diese Langfristigkeit versteht und die Vision teilt, wie Thorsten Weßels, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Uckermark, erklärt: „Investitionen in der Landwirtschaft sind immer mit langen Zeiträumen und vielen Unwägbarkeiten verbunden. Wetter, Marktpreise und politische Rahmenbedingungen sind dynamisch. Umso wichtiger ist es, als Bank ein verlässlicher Partner zu sein, der mitdenkt und mitträgt. Bei Familie Menke gab es von Anfang an eine klare Vorstellung davon, wie sich der Betrieb entwickeln soll. Solche Konzepte unterstützen wir gern, gerade wenn sie mit so viel Ausdauer und Weitblick umgesetzt werden und so wichtig für die lokale Wirtschaft sind.“

Von Beginn an war die Sparkasse Uckermark ein zuverlässiger Partner der Familie Menke. Für den Kauf von Flächen der Treuhandanstalt, die volkseigene Betriebe der DDR privatisierte, erhielt Josef Menke Anfang der 1990er-Jahre einen Kredit der lokalen Sparkasse. Auch bei der Modernisierung des Boxenlaufstalls, der Pachtung weiterer Nutzflächen sowie dem Bau eines Trockensteherstalls und einer Maschinenhalle unterstützte die Sparkasse mit Darlehen.

Region Uckermark

Die Uckermark ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Im Osten befindet sich der Nationalpark Unteres Odertal und im Süden das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und die UNESCO-Weltnaturerbestätte Naturschutzgebiet Grumsiner Forst / Redernswalde. Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der lokalen Wirtschaft. Rund 58 Prozent der Uckermark – etwa 176.500 Hektar – werden landwirtschaftlich genutzt, vor allem für den Anbau von Getreide, Raps, Mais und anderen Feldfrüchten. Etwa 540 Betriebe, vom Familienhof bis zum Großbetrieb, prägen das Bild der Region. Hinzu kommt eine vielfältige Infrastruktur mit Händlern für Saatgut, Landtechnik und Betriebsmittel. Die natürlichen Bedingungen – fruchtbare Böden und ein gemäßigtes Klima – machen die Uckermark zu einem wichtigen Agrarstandort. Die Landwirtschaft schafft Arbeitsplätze, sichert Einkommen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Stabilität und Entwicklung.

Bei den Erneuerungen des Hofs zeigt sich ebenfalls die langfristige Vision von Menke. Er baute 2008 einen Beregnungsbrunnen und installierte eine Photovoltaikanlage auf einer neuen Bergehalle. Im darauffolgenden Jahr erhielt er eine Finanzierung zur Errichtung von weiteren Photovoltaikanlagen und nahm 2010 ein Biogas-Anlage mit 600 kW in Betrieb. „Die Sparkasse Uckermark war für uns von Anfang an ein verlässlicher Ansprechpartner. Gerade bei größeren Investitionen wie Photovoltaikanlagen sowie der Kauf von Grund und Boden war es wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der die regionale Landwirtschaft kennt und wie wir langfristig denkt“, sagt Josef Menke.

Thorsten Weßels
»Seit der Unternehmensgründung sind wir verlässlicher Partner und bauen auf eine nachhaltige Geschäftsbeziehung. Unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch in herausfordernden Zeiten, ist die Basis unseres gemeinsamen Erfolgs.«
Thorsten Weßels
Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Uckermark

Wirtschaftliche Schwankungen erfordern starke Partner
Zu den Milchkühen und Bullen gesellten sich seit 2011 zehntausende Legehennen, die Menke nach Bio-Standards hält. Ein Jahr später nahm er zwei weitere Legehennenanlagen in Betrieb, 2014 folgten zwei zusätzliche Ställe in Brüssow. Gleichzeitig baute er weitere Photovoltaikanlagen und erzeugt nun 1.200 kWp. In Kutzerow schloss er seine Gebäude an das Wärmenetz an.

Es ist nicht nur ein Ausbau des eigenen Hofes, es ist auch eine Reaktion auf die veränderte wirtschaftliche und ökologische Lage. Der Klimawandel stellt Landwirte in ganz Deutschland vor große Herausforderungen und zwingt zum Umdenken. In der Uckermark herrscht seit Jahren Dürre.

In der Landwirtschaft treffen diese klimatischen Veränderungen auf wirtschaftliche Volatilität. Um zukunftsfähig zu bleiben, sind hohe Investitionen nötig. Doch Marktschwankungen können Betriebe hart treffen. Als 2015 die Milchpreise drastisch fielen, gewährte die Sparkasse Uckermark einen Kredit, um den Betrieb der Menkes zu stützen. „Von Landwirten wird heute viel verlangt. Ohne finanzielle Rückendeckung durch Partner wie die Sparkasse sind die nötigen Investitionen nicht zu stemmen“, resümiert Josef Menke. „Wir unterstützen die Landwirtschaft vor Ort, weil sie für das gesamte Land wichtig ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass es manchmal schlechtere Jahre gibt, in denen wir dann die Unterstützung leisten müssen, damit langfristig die Ernährungssicherheit in Deutschland gegeben ist. Und dafür zählt jeder Hof“, erkennt Thorsten Weßels an.

Geschäftsgebiet der Sparkasse im Landkreis Meißen
Mit Milchkühen fing alles an: Inzwischen hat sich das ehemalige Gut Jagow zu einem modernen Familienbetrieb mit nachhaltiger Ausrichtung gewandelt.
»Von Landwirten wird heute viel verlangt. Ohne finanzielle Rückendeckung durch Partner wie die Sparkasse sind die nötigen Investitionen nicht zu stemmen.«
Josef Menke
Landwirt

Die Sparkasse Uckermark ist daher aktiver Partner der regionalen Landwirtschaft. Sie ist Mitglied im Kreisbauernverband, unterstützt das Kreiserntefest und richtet den Agrarkonvent aus. Landwirte profitieren nicht nur vom Fachwissen der Sparkasse, sondern auch von ihrem Netzwerk: Kontakte zu Landtechnikhändlern, Steuerbüros und Beratungsunternehmen schaffen konkrete Vorteile im Alltag. So hilft die Sparkasse, landwirtschaftliche Betriebe in der Uckermark zukunftsfähig zu machen.

Josef Menke engagiert sich ebenfalls für die Region. Neben der Arbeit auf dem Hof setzt er sich politisch als Ortsvorsteher, in der Gemeindevertretung und im Kreistag für die Interessen der ländlichen Bevölkerung und der Landwirtschaft ein. Ehrenamtlich ist er im Bauernverband Uckermark und im Wasser- und Bodenverband „Uckerseen“ aktiv, wo er sich für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen einsetzt. Sein Engagement zeigt, wie eng Landwirtschaft, Verantwortung und Gemeinwohl für ihn verbunden sind. Sein Ziel: eine ökologisch tragfähige und sozial verankerte Landwirtschaft.

Kurzprofil Sparkasse Uckermark

Die Sparkasse Uckermark ist ein führender Wirtschaftspartner in der Region. Die 200 Mitarbeiter sind nicht nur eng mit der Uckermark verbunden, sie kennen auch die spezifischen Herausforderungen und Chancen der Landwirtschaft vor Ort und begleiten die heimischen Landwirtinnen und Landwirte bei allen Vorhaben mit fundierter Beratung und schnellen Entscheidungen. Die Sparkasse mit Hauptsitz in Prenzlau verfügt über weitere sieben Standorte und verwaltet dort insgesamt über 1 Milliarde Euro an Kundeneinlagen.
www.spk-uckermark.de

Heute bewirtschaften Menke und seine Angestellten rund 1.500 Hektar Nutzfläche. Sie halten fast 1.500 Rinder – Milchkühe, Jungvieh und Mastbullen – sowie zehntausende Hühner. Auf den Feldern wachsen Weizen, Gerste, Raps, Lupinen und Mais. Auf 200 Hektar Wiesen wird Futter für die Kühe geerntet. Der Hof ist eine Erfolgsgeschichte, getragen von guter Zusammenarbeit. Doch Stillstand ist keine Option. Die Modernisierung der Milchvieh- und Stallanlagen in Kutzerow ist bereits geplant, ebenso die Erneuerung des Stalls in Fahrenholz. Neue, leistungsstarke Maschinen sollen den Betrieb effizienter machen. „Stillstand gibt es in der Landwirtschaft nicht“, fasst Josef Menke zusammen. „Es gibt immer etwas zu verbessern – an den Ställen, den Maschinen oder den Abläufen. Wer heute nicht investiert, hat morgen das Nachsehen. Deshalb planen wir ständig, um den Betrieb zukunftsfähig zu halten.“

Geschäftsgebiet der Sparkasse im Landkreis Meißen
Als zukunftsorientierter Landwirt gilt es für Josef Menke nicht nur auf dem Feld ständig in Bewegung zu bleiben.